Manche Feuerwehren ziehen ein Elektroauto mit brennender Batterie in einen Container und fluten ihn, um die Batterie zu kühlen und eine Wiederentzündung zu verhindern; die Berufsfeuerwehr Bozen hat dafür seit 2018 einen eigenen Container, ihr Kommandant spricht von drei Tagen im Wasser, gebraucht hat sie ihn bis Mai 2025 nach seinen Worten erst einmal. In Deutschland löscht die Feuerwehr nach den Empfehlungen von AGBF und DFV auch ein Elektroauto mit Wasser, kontrolliert die Batterie mit der Wärmebildkamera, kühlt sie weiter, solange sie bei mindestens 80 °C liegt und die Temperatur steigt, und übergibt das Fahrzeug dann an ein Abschleppunternehmen oder den Besitzer. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rät vom vorsorglichen Versenken dringend ab und sieht die Flutung nur im absoluten Ausnahmefall vor, bei einer Batterie, die noch aktiv reagiert, und auch dann nur bis zur Oberkante der Batterie. Als Grund nennt sie den großen logistischen Aufwand, gerade bei der Entsorgung des Wassers, das im Container durch das Lithium basisch wird, mit pH-Werten von 10 bis 12, und etwa zehnmal höhere Schadstoffkonzentrationen enthält als Löschwasser, das von außen auf das Auto kommt. Das geflutete Auto wirkt gründlich, aber ohne Anzeichen einer aktiven Reaktion reicht eine überwachte trockene Quarantäne, und die Flutung bringt dann nur zusätzlichen Aufwand und zusätzlich belastetes Wasser.
Quellen
- AGBF und DFV, Brandbekämpfung von Kraftfahrzeugen mit elektrischen Antrieben (2021): feuerwehrverband.de
- DGUV, Fachbereich AKTUELL FBFHB-024 (Stand 29.11.2023): publikationen.dguv.de
- DGUV Information 205-022, Sicherheit und Gesundheit bei Lösch- und Rettungsarbeiten an Kraftfahrzeugen mit Hochvoltspeicher (Februar 2026): publikationen.dguv.de
- STOL, Dieser mobile Löschcontainer ist unsere stärkste Waffe gegen brennende E-Autos (25.03.2023): stol.it
- STOL, Batterie fängt Feuer: Warum Elektroautos tagelang gelöscht werden müssen (27.05.2025): stol.it