Sex als Sprache

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Bei Terra Xplore sagt der Sexualpsychologe und Paartherapeut Christoph Joseph Ahlers, dass die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr nichts darüber aussagt, wie zufrieden ein Paar mit seiner Beziehung und seinem Sex ist: Manche Paare schlafen einmal im Quartal miteinander und sind glücklich, bei anderen ist dreimal pro Woche einem der beiden zu wenig. Neben Fortpflanzung und Lust hat Sexualität für ihn eine dritte Funktion, die Kommunikation: Über Hautkontakt erfüllen sich zwei Menschen gegenseitig das Bedürfnis, wahrgenommen, ernst genommen und angenommen zu werden, und das sei der eigentliche Grund, warum Menschen heute noch Paare bilden. Wer in der Beziehung zu wenig Sex beklagt, dem geht es nach Ahlers’ Erfahrung oft nicht um Erregung und Orgasmus, die man auch allein oder als Dienstleistung bekommt, sondern um den eigenen Selbstwert. Und wenn Männer in die Sexualberatung kommen, ist laut Ahlers der häufigste Grund im 21. Jahrhundert nicht mehr die Erektionsstörung, sondern dass sie sich sexuell aus der Beziehung zurückziehen und ihre Partnerinnen darunter leiden.

Quellen